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Die Euro-WG in Buxtehude

Eurokrise und gemeinsames Europa

Wie man mit solch eher sperrigen Themen auch junge Menschen erreichen kann, zeigt das Bühnenstück ‚Euro-WG – wo Geld ist, ist es schön‘, das Europe Direct Lüneburg, Regisseur Thomas Nufer und Projektleiter Dirk Schubert am 9. März ins Gymnasium Buxtehude-Süd holten.

Vier professionelle Schauspieler/innen führten in informativer und witziger Form durch den Komplex Finanz- und Staatsschuldenkrise, welches in das Semesterthema „Europäische Union“ des 10. Jahrgangs eingebettet ist. 150 Schülerinnen und Schüler - der gesamte 10. Jahrgang - verfolgten interessiert und begeistert diese etwas andere Lehrstunde über die europäische Integration.

Viele Schüler/innen hatten sich im Vorfeld gefragt, als sie von ihren Politiklehrern inhaltlich auf die Staatsschuldenkrise vorbereitet wurden, wie man darüber ein unterhaltsames Theaterstück inszenieren kann.


Vier junge Menschen aus vier Nationen in einer WG: der fleißige Deutsche Paul, die korrekte Finnin Siri, der italienische Lebenskünstler Antonio und die finanziell klamme Griechin Xenia leben unter einem gemeinsamen Dach. Unterschiedliche Kulturen, Lebenseinstellungen und Ansichten prallen aufeinander. Kann das funktionieren?

In der aktionsreichen Aufführung wurde es „zu keiner Minute langweilig“, so eine Schülerin aus der 10b. Über 90 Minuten spielte die Szenerie in einer Wohngemeinschaft, wo der deutsche Vermieter -im Rahmen einer akademischen Studie- seine multikulturellen Mitbewohner bei sich einziehen ließ. Auf der Bühne wurde gekocht, geboxt und sich wieder vertragen. Schließlich erlebte das Stück seinen dramaturgischen Höhepunkt, als die Griechin ihre Miete nicht mehr zahlen konnte und alle Mitbewohner sich die Frage stellten, ob es nicht besser wäre, wenn sie die WG verlassen würde.

Die Parallele zur EU war offensichtlich. In solchen Momenten wurden die Schülerinnen und Schüler immer wieder ins Geschehen mit einbezogen und mussten zum Beispiel auch bezüglich des Auszugs der Griechin ihre Meinung äußern und begründen.

Zudem wurde das Theaterspiel an zwei Stellen für 10 Minuten unterbrochen und der Europaexperte Andreas Schmidt von Europe Direct Lüneburg erklärte zum einen, wie es zur EU-Gründung kam und zum anderen die Hintergründe der Finanz- und Schuldenkrise. So wurde in informativer Weise der „Mikrokosmus WG“ auf die realen Abläufe und Probleme der EU übertragen.

Die Botschaft des Bühnenstücks wurde allen Schülerinnen und Schülern in Buxtehude deutlich: Mit Solidarität und Verständnis kann ein gemeinsames Europa funktionieren. Und am Ende werden alle gewinnen.

 

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