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Gemeinsame Erklärung zum Weltflüchtlingstag 2018

(20.06.2018) Anlässlich des Weltflüchtlingstages haben die Vizepräsidenten und Kommissare Frans Timmermans, Federica Mogherini, Johannes Hahn, Neven Mimica, Dimitris Avramopoulos, Christos Stylianides, und Vera Jourová, eine gemeinsame Erklärung abgegeben:

„Jede Minute, jeden Tag werden fast 31 Menschen gewaltsam vertrieben. Heute sind mehr als 68,5 Millionen Menschen aufgrund von Konflikten und Gewalt, Verfolgung, Naturkatastrophen oder den sehr realen Folgen des Klimawandels gezwungen, ihre Heimat zu verlassen - 25,4 Millionen von ihnen sind Flüchtlinge. Mehr als 67 Jahre nach der Genfer Flüchtlingskonvention von 1951 gelten ihre internationalen Grundsätze mehr denn je. Diese Grundsätze sind im Besitzstand der EU im Asylbereich verankert, und die EU ist weiterhin entschlossen, sich für diejenigen einzusetzen, die Hilfe benötigen.“

„Als Global Player arbeiten wir daran, die wichtigsten Krisen mit diplomatischen Mitteln anzugehen und zu lösen. Als weltweit führender Geber humanitärer Hilfe leisten wir humanitäre Hilfe und Unterstützung für Flüchtlinge, Asylbewerber und Vertriebene innerhalb und außerhalb Europas“, heißt es in der Erklärung weiter.

„Wir haben eine beispiellose Unterstützung gezeigt und bieten weiterhin Schutz für die Bedürftigen: Allein im Jahr 2017 gewährten die EU-Mitgliedstaaten mehr als 538 000 Menschen Schutz. Dabei arbeiten wir Hand in Hand mit unseren Partnern auf der ganzen Welt und sind uns sicher, dass nur eine globale Antwort die vor uns liegende Herausforderung bewältigen kann. Zu diesem Zweck bauen wir eine immer engere Beziehung zum Hochkommissariat der Vereinten Nationen für Flüchtlinge auf, reagieren auf die Notlage der Flüchtlinge weltweit und entwickeln innovative Lösungen. Genau diese Prinzipien der Solidarität, der gemeinsamen Verantwortung, des Multilateralismus und des Engagements werden uns bei der Verabschiedung des UN Global Compact on Refugees im Laufe dieses Jahres leiten.

Wir müssen unsere Arbeit zusammen mit unseren Mitgliedstaaten fortsetzen, um mehr legale und sichere Wege zu schaffen und die gefährlichen und irregulären Migrationsrouten zu schließen. Die Mitgliedstaaten haben sich verpflichtet, mehr als 50.000 der am stärksten gefährdeten Personen umzusiedeln und ihnen ein neues Zuhause in der EU zu geben. Wir müssen auch unverzüglich eine Einigung über die Reform unseres Gemeinsamen Europäischen Asylsystems erzielen, die auf den Grundsätzen der Verantwortung und Solidarität beruht. In Zeiten zunehmender Spaltungen gegen schutzbedürftige Menschen, die vor Krieg und Verfolgung fliehen, ist und bleibt die EU bemüht, die Bedürftigen zu schützen, und wir werden uns weiterhin um Stabilität in Konfliktgebieten bemühen.“

 

Weitere Informationen:

Das vollständige Statement

Pressekontakt: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Tel.: +49 (30) 2280 2340

Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern beantwortet das Team des Besucherzentrums ERLEBNIS EUROPA per Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder telefonisch unter (030) 2280 2900.

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